Aus Verantwortung für den Partner und die nachfolgende Generation.


Unsere Hauptaufgaben

Es gilt der Grundsatz: Keine Vermögensnachfolge zu Lebzeiten und keine Erbfolge ohne konzeptionell durchdachte Nachfolgeregelungen für die Hinterbliebenen. Streitanfällig sind insbesondere Erbengemeinschaften (Regelfall).
Wir bieten:

  • Umfangreiche Beratung in der Gestaltung letztwilliger Verfügungen (Testament, Erbvertrag)
  • Erstellung von Betreuungs- und Vorsorgevollmachten
  • bei Familienunternehmen: Regelung der Unternehmensnachfolge – die Kinder der deutschen Wirtschaft, die heute 50 Jahre oder älter, sind oftmals erfolgreich und vermögend. Viele Familienunternehmer denken über die Zeit nach ihrem Ableben nur ungerne nach. Eine fehlende oder schlecht konzipierte Nachfolgeregelung birgt erhebliches Konfliktpotenzial und kann im schlimmsten Fall mitunter sogar existenzbedrohend sein.

Wir helfen auf dem Weg zu einem gut durchdachten Nachfolgekonzept, das Grundlage für unternehmerische Kontinuität und Wachstum ist. Das von uns verwendete Konzept des Estate Planning sichert unsere Arbeitsergebnisse durch interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Steuerberatern, Vermögensberatern und der Hausbank unserer Mandantschaft weiter ab. Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie hier.

Beratung nach dem Erbfall

Ist der Erbfall bereits eingetreten sind die Problemstellungen meist ganz andere:

  • Was ist zu tun, wenn der Nachlass überschuldet ist?
  • Wie ist der Nachlass zu verwalten? Wie soll er zwischen den Erben auseinandergesetzt werden? Derartige Prozesse können Jahre, ja Jahrzehnte dauern. Langwierige Erbschaftsprozesse sind oft die Folge. Unsere Kanzlei verfügt sowohl über ausreichende Erfahrung als auch entsprechende personelle Ressourcen, um auch hoch komplexe Erbschaftsprozesse erfolgreich zu führen. Oftmals kann im Wege der gerichtlichen Mediation eine gütliche Einigung für alle Beteiligten gefunden werden und langwierige Streitigkeiten beigelegt werden.

Regelungswerke und Regelungsziele der Unternehmens- und Vermögensnachfolge

Nachlassverwaltung, Testamentsvollstreckung

Umfangreiche Nachlässe, insbesondere mit Vermögensgegenständen verschiedenster Art (Grundbesitz, Unternehmensbeteiligungen, Wertpapiere, laufende Geschäftsbetriebe), die sich teilweise auch in unterschiedlichen Teilen der Welt befinden, stellen die Erben vor Herausforderungen, die Mandanten in der Regel nicht alleine meistern können oder sollten. Unser Team verfügt über zertifizierte Testamentsvollstrecker und ist erfahren in der Verwaltung umfangreicher Nachlässe. Nachlässe mit internationaler Berührung können durch unser international aufgestelltes Team bewältigt werden.

Gesetzliche Erbfolge, Güterstand und Pflichtteil


Freibeträge und Steuerklassen


12 Steuersparende Empfehlungen
Steuersparende Übertragung des Vermögens durch vorweggenommene Erbfolgemaßnahmen und testamentarische Regelungen

1. Umschichtung von Privatvermögen in steuerbegünstigtes Betriebsvermögen (für Einzelunternehmen, Personengesellschafter GbR/OHG/KG und GmbH-Gesellschafter ab 25,01%)

  •  Regelverschonung 85 % bei 5 Jahre Fortführung und 400 % Lohnsumme  (max. 50 % Verwaltungsvermögen)
  • Verschonungsoption  100 % bei 7 Jahre Fortführung und 700 % Lohnsumme (max. 10 % Verwaltungsvermögen
  • Privilegierte Vererbung von Betriebsvermögen : stets Steuerklasse

2. Güterstandschaukel
bei sich abzeichnendem Erbfall und zur   mehrfachen Ausnutzung der Freibeträge, (Steuerfreiheit zu Gunsten des  Ehegatten für bis zu 5/8 des übertragbaren Vermögens)

3. Vorwegschenkung von Unternehmensbeteiligungen und   anderen Vermögenswerten

  • Freibeträge (Ehegatten 500 T€, Kind 400 T€ von jedem Elternteil)
  • oder steuerbegünstigt als Betriebsvermögen bei Unternehmensnachfolge gem. § 13 a, b ErbStG

4. Kettenschenkung
an Ehegatten und spätere Weitergabe an Kinder (auflagenfrei, zur Umgehungsproblematik vgl. BMF 13.10.1993, BStBl III. 1994, 128)

5. „Alle 10 Jahre wieder“
Mehrfache Ausnutzung des Freibetrages möglich , § 14 ErbStG (sog. Dekadentransfer)

6. Generationensprung
zusätzliche Freibeträge für Schenkungen von Großeltern an Enkel, je Großelternteil  und je Enkel 200 T€ mit und ohne Familienbindung (vermögensverwaltende Familiengesellschaft)

7. Vorbehaltsnießbrauch
Steuersparende Sicherung der Versorgung des Erblassers und des Ehegatten unter Vorbehalt des Nießbrauchs am übertragenen       Vermögen / Unternehmen / Anteil; seit 2009: Nießbrauch erwerbs- und steuermindernd

8. Vorsicht: Berliner Testament oder Vor- und Nacherbfolge
mit zweimaliger Erbschaftsteuer (degressive Milderung  gem. § 27  ErbStG binnen 10 Jahren) und ggf. doppelter Unternehmensnachfolge in der Regel besser: Vorbehaltsnießbrauch für Erblasser und Ehegatten (mit Vollmachten)

9. Keine Schenkung ohne  Widerrufsklausel:
Schenkungen zu Lebzeiten nie ohne Rückfallklausel zu Gunsten des   älteren Schenkers, im Falle des Vorversterbens des Beschenkten   entsteht sonst ggf. Erbschaftsteuer für Rückerwerb von Todes wegen

10. Sonderbetriebsvermögen mitregeln:
Gleichschaltung der Rechtsnachfolge in steuerliches Sonderbetriebs-  vermögen und der Rechtsnachfolge in den Personengesellschaftsanteil   (zur Vermeidung einer gewinnrealisierenden Entnahme)

11. Lebzeitige Übertragung selbstgenutzten Immobilieneigentums an   Ehegatten steuerfrei (auch mehrfach) möglich
Wohnimmobilien – Steuerbefreiung von Todes wegen nach § 13 I. Nr. 4   b, 4 c ErbStG, 10 Jahre Selbstnutzung, für Kinder Befreiung nur bis 200   qm Wohnfläche

12. Steuermotivierte Adoption und Eheschließung
grundsätzlich zulässig, aber Adoption: Eltern-Kind ähnliche Beziehung   erforderlich; Eheschließung: Keine Scheinehen


Patientenverfügung

Patientenverfügung Leiden – Krankheit – Sterben Wie bestimme ich, was medizinisch unternommen werden soll, wenn ich entscheidungsunfähig bin? Es ist nicht einfach, sich mit existenziellen Fragen auseinander zu setzen, die Krankheit, Leiden und auch das Sterben betreffen. Dennoch ist dies notwendig, weil man sich über die Konsequenzen der eigenen Entscheidungen klar werden muss. Festlegungen in einer Patientenverfügung bedeuten, dass man selbst die Verantwortung für die Folgen übernimmt, wenn eine Ärztin oder ein Arzt diesen Anordnungen entspricht. Dabei sollten Sie bedenken, dass in bestimmten Grenzsituationen des Lebens Voraussagen über das Ergebnis medizinischer Maßnahmen und mögliche Folgeschäden im Einzelfall kaum möglich sind. Link des Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz; Referat Öffentlichkeitsarbeit; Digitale Kommunikation; 11015 Berlin; www.bmjv.de

In einer Patientenverfügung können Sie schriftlich für den Fall Ihrer Entscheidungsunfähigkeit im Voraus festlegen, ob und wie Sie in bestimmten Situationen ärztlich behandelt werden möchten. Das Gesetz definiert die Patientenverfügung als schriftliche Festlegung einer volljährigen Person, ob sie in bestimmte, zum Zeitpunkt der Festlegung noch nicht unmittelbar bevorstehende Untersuchungen ihres Gesundheitszustands, Heilbehandlungen oder ärztliche Eingriffe einwilligt oder sie untersagt (§ 1901a Absatz 1 des Bürgerlichen Gesetzbuchs – BGB). Sie können die Patientenverfügung auch um Bitten oder bloße Richtlinien für eine Vertreterin oder einen Vertreter sowie für die behandelnden Ärztinnen und Ärzte und das Behandlungsteam ergänzen. Zudem kann es sinnvoll sein, auch persönliche Wertvorstellungen, Einstellungen zum eigenen Leben und Sterben und religiöse Anschauungen als E

Am besten lassen Sie sich von einer ärztlichen oder anderen fachkundigen Person oder Organisation beraten, bevor Sie eine schriftliche Patientenverfügung abfassen. Möglichst vermeiden sollte man allgemeine Formulierungen wie z.B.: „Solange eine realistische Aussicht auf Erhaltung eines erträglichen Lebens besteht, erwarte ich ärztlichen und pflegerischen Beistand unter Ausschöpfung der angemessenen Möglichkeiten“ oder Begriffe wie „unwürdiges Dahinvegetieren“, „qualvolles Leiden“, „Apparatemedizin“. Solche Aussagen sind wenig hilfreich, denn sie sagen nichts darüber aus, was für den Betroffenen beispielsweise ein „erträgliches“ Leben ist. Beschreiben Sie deshalb möglichst konkret, in welchen Situationen die Patientenverfügung gelten soll und welche Behandlungswünsche Sie in diesen Situationen haben.

Verwenden Sie hierzu unseren Fragebogen. Sie erhalten binnen 3 Tage ihre professionell gestaltete Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung, die den aktuellen Gesetzesanforderungen und der neusten Rechtsprechung entspricht.

Die gesetzliche Regelung der Patientenverfügung sieht vor, dass eine Patientenverfügung schriftlich verfasst und durch Namensunterschrift eigenhändig oder durch ein von einer Notarin oder einem Notar beglaubigtes Handzeichen unterzeichnet werden muss (§ 1901a Absatz 1 Satz 1 i. V. m. § 126 Absatz 1 BGB). Niemand ist aber an seine schriftliche Patientenverfügung ein für alle Mal gebunden. Die Patientenverfügung kann jederzeit formlos widerrufen werden (§ 1901 Absatz 1 Satz 3 BGB).

Für Unsicherheit sorgt derzeit der aktuelle Beschluss des Bundesgerichtshofs (BGH). Der hat im Juli 2016 entschieden, dass eine Formulierung wie „keine lebenserhaltenden Maßnahmen“ nicht konkret genug ist. Der Bundesverband der Verbraucherzentralen geht deshalb davon aus, dass sehr viele Patientenverfügungen unwirksam sein könnten, weil sie zu unpräzise sind. Wer sichergehen will, dass im Ernstfall möglichst viel nach seinen Vorstellungen läuft, sollte daher bestehende Patientenverfügungen überprüfen – und dafür ärztlichen und juristischen Rat einholen.

BGH-Beschluss vom Juli 2016:
Die Bundesrichter haben sich mit den Anforderungen auseinandergesetzt, die eine Patientenverfügung erfüllen muss. Im konkreten Fall ging es um eine ältere Frau, Geburtsjahrgang 1941, die Ende 2011 einen Hirnschlag erlitt. Das medizinische Personal legte ihr im Krankenhaus eine Magensonde. Über diese bekam sie Medikamente und Nährstoffe. Kurz nach dem Krankenhausaufenthalt kam die Frau in ein Pflegeheim und erlitt im Frühjahr 2013 epileptische Anfälle. Dadurch verlor sie ihre Fähigkeit zur verbalen Kommunikation.
Bereits 2003 und 2011 hatte die Betroffene aber zwei wortlautidentische Patientenverfügungen unterschrieben und Vollmachten für eine ihrer Töchter daran angehängt. In den Verfügungen stand, dass unter anderem dann, wenn aufgrund von Krankheit oder Unfall ein schwerer Dauerschaden des Gehirns zurückbleibe, „lebensverlängernde Maßnahmen unterbleiben“ sollten.

Die bevollmächtigte Tochter und die behandelnde Hausärztin der Betroffenen waren trotz der Patientenverfügung der Meinung, dass ein Abbruch der künstlichen Ernährung gegenwärtig nicht im Willen der Betroffenen läge. Die beiden anderen Töchter sahen das anders und wendeten sich an das Betreuungsgericht. In dritter gerichtlicher Instanz musste sich schließlich der BGH mit der Frage auseinandersetzen. Die Karlsruher Richter entschieden, dass die Formulierung „keine lebenserhaltenden Maßnahmen“ für sich genommen keine konkrete Behandlungsentscheidung enthalte (Az., XII ZB 61/16). Es sei aus der Verfügung also nicht eindeutig herauszulesen, dass die Betroffene es abgelehnt hätte, künstlich ernährt zu werden. Es fehlten genauere Angaben zu medizinischen Behandlungsmethoden oder spezifischen Krankheitszuständen. Dementsprechend setze sich die bevollmächtigte Tochter in dieser Sache auch nicht offenkundig über den Willen der Mutter hinweg. BGH-Beschluss vom Juli 2016 (Die Sozietät Dr. Schulte, Prof. Schönrath & Schmid ist für den Inhalt externer Internetseiten nicht verantwortlich)

Wissenswertes über Patientenverfügungen in Deutschland


Die Statistik zeigt die Ergebnisse einer Allensbach-Umfrage unter 1.530 Befragten zum Bekanntheitsgrad von Patientenverfügungen aus dem Jahr 2014. Rund vier Prozent der Befragten gaben an, noch nie etwas von der Möglichkeit einer Patientenverfügung gehört zu haben.

zwar kennen 94% der Befragten die Möglichkeit der Patientenverfügung

Quelle: Statista | Zugriff am 16. Oktober 2016.

jedoch haben nur 28% der Befragten eine Patientenverfügung

Die vorliegende Statistik zeigt die Ergebnisse einer Allensbach-Umfrage zur Verbreitung von Patientenverfügungen aus dem Jahr 2014. Im Jahr 2014 gaben rund 45 Prozent der Befragten an, den Plan zu haben, eine Patientenverfügung zu verfassen. Nehmen Sie die Gelegenheit wahr und handeln sie jetzt. Eine rechtssichere Patientenverfügung, Betreuungsverfügung erhalten Sie auf Anfrage kostenlos.

Quelle: Statista | Zugriff am 16. Oktober 2016.

Wir verfügen über eine 30-jährige Erfahrung in der Betreuung von handels-und gesellschaftsrechtlichen Mandaten und publizieren Beiträge in Fachbüchern und Zeitschriften. Jedes Unternehmen steht vor rechtlichen Herausforderungen, die qualifizierter Beratung bedürfen.

nur knapp die Hälfte der 72% der Befragten haben vor Patientenverfügung zu verfassen

Quelle: Statista | Zugriff am 16. Oktober 2016.

Patientenverfügungen nach Altersgruppen

der 16- bis 29-Jährigen haben eine Patientenverfügung 4%
der 30- bis 44-Jährigen haben eine Patientenverfügung 13%
der 45- bis 59-Jährigen haben eine Patientenverfügung 27%
der 60-Jährigen und Älteren eine Patientenverfügung 51%
Quelle: Statista | Zugriff am 16. Oktober 2016.

Worauf es bei einer Patientenverfügung ankommt..


Es kann schnell gehen: eine schwere Krankheit, ein Unfall oder Altersschwäche. Schon steht die Fragen im Raum wie: „Will ich künstlich ernährt werden? Wie viele Schmerzen kann und will ich ertragen?“ Will man solche und viele weitere lebenswichtige Entscheidungen nicht einem persönlich Unbekanntem überlassen, braucht eine Patientenverfügung. Doch was ist dabei zu beachten?